Petechiale Saugmassage (PSM)

Die PSM dürfte trotz großer Erfolge wohl den wenigsten ein Begriff sein. Es handelt sich um eine Kombination der beiden "Ur-Behandlungen" Massage und Schröpfen (Saugen). Sie ermöglicht eine effektive Entschlackung des Bindegewebes, dem Ort wo, neben dem Darm, die meisten Giftstoffe des Menschen lagern und die meisten Schmerzen herkommen. Die gestörte Durchblutung und der eingeschränkte Stoffwechsel in den belasteten Bereichen werden wieder normalisiert, wodurch vielen Beschwerden die Grundlage entzogen wird. Da die nervale Versorgung von bestimmten Hautbereichen und inneren Organen identisch ist, laufen parallel dazu heilsame Vorgänge in den jeweiligen inneren Organsystemen ab.

Die PSM wurde von dem Arzt Dr. med. Hans Zöbelein "entdeckt", einem Mediziner, der in seiner Praxis unter anderem Schröpfen anwendete. Er stellte fest, dass durch die Kombination einer kleinen Glocke + einem Saugeffekt eine noch wirksamere Reaktion des Bindegewebes entstand. Es kommt zu flohstichartigen Blutpunkten ("Petechien") auf der Haut, die eine ganze Kette von positiven Wirkungen im Körper auslösen. Häufig zu Beginn kann diese Saugmassage mit einem hellen, durchdringenden und schneidenden Schmerz verbunden sein, ohne die Haut im geringsten zu verletzen! Er ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie und signalisiert, dass die Therapie absolut hilfreich ist und wirkt. Der Behandelte empfindet an den entsprechenden Stellen ein angenehmes, gut durchblutetes Gefühl und spürbare Erleichterung. Die so in Gang gesetzten Heilregulationen werden über Tage hinweg aufrechterhalten, bis die Blutpunkte vollständig resorbiert sind.

Erfahrungsgemäß entstehen nach ca. 5-8maliger Behandlung bestimmter Hautbereichen dort keine Blutpunkte mehr. Nach jeder Behandlung lässt die Schmerzempfindlichkeit und die Rötung mit ihren punktförmigen Blutaustritten der Haut nach, ein untrügerisches Zeichen dafür, dass sich das Gewebe regeneriert, kräftiger und gesünder geworden ist.

 

Die Wirkungskette der Petechialen Saugmassage:

1. Durch den Saugeffekt treten rote Blutkörperchen in das umliegende Bindegewebe aus, wodurch sich das in den Gefässen zurückbleibende Blut verflüssigt.

2. Sie bewirkt eine verbesserte Mikrozirkulation, die Sauerstoffversorgung und der normale pH-Wert pendeln sich wieder ein. Mit der eintretenden Entsäuerung und verbesserten Sauerstoffzufuhr verlagert sich die Energiegewinnung von der Gärung wieder zum viel effizienteren Stoffwechsel der Zuckerverwertung mit Sauerstoff (Glykolyse).

3. Die ausgetretenen roten Blutkörperchen regen in Form einer Eigenbluttherapie alle Abwehr-, Resorptions- und Reparationsvorgänge an.

4. Gleichzeitig entspannt sich die Kapillarwand mit Erregungsminderung der vegetativen Nerven, die sich bis in die Zentren des Gehirns fortsetzen.