Pflanzenheilkunde

„Bäumchen rüttel dich, Bäumchen schüttel dich! Wirf Gold & Silber über mich!“

Kommt Ihnen dieser Reim bekannt vor? Vielleicht aus Ihrer Kindheit, als wir noch Märchen gelesen haben? Doch nicht nur im Märchen werfen die Bäume- sowie alle anderen Pflanzen- Gold & Silber über uns. Machen Sie sich mal eines bewusst:

Die Pflanzen gehören zu den ältesten Lebewesen auf unserem Pla­neten. Auf vieles auf der Erde könnten wir verzichten, aber ohne Pflanzen können wir nicht leben. Sie machen die Erde für den Men­schen erst bewohnbar! Damit wir atmen können, geben uns die Bäume Sauerstoff und ver­arbeiten unser „Abgas“, Kohlenstoffdioxid. Sie spenden Schatten, schützen den Boden vor Erosion und wirken ausgleichend auf das Wetter. Bäume und Pflanzen geben uns Nahrung in einer riesigen Vielfalt und sie dienen uns als Heilmittel, als Medizin, wenn wir krank sind. Das alles ist nicht in Gold & Silber aufzu­wiegen!

Da die Pflanzen uns das Leben schenken, ist es nahe liegend sie auch für unsere Gesundheit zu verwenden. Die Pflanzenheilkunde ist die älteste Heilkunde des Menschen. Bereits in Grä­bern unserer ersten Vorfahren hat man die Samen und Blüten von Heilpflanzen gefunden. Dank dieser ersten Menschen, die ihre Umgebung sehr genau beobachteten und durch Erfah­rung lernten, welches Kraut wofür hilft, haben wir heute einen unermes-slichen Schatz an heil­kräftigem Kräuterwissen zur Verfügung. Hinzu kommen noch viele Heilpflanzen, deren Wir­kung der Mensch noch gar nicht entdeckt hat, da sie tief verborgen im Regenwald auf uns warten. Hoffentlich sind die Motorsägen- unterwegs im Auftrag des Profits- nicht schneller...

Die Heilpflanzen stellen uns ihre Kräfte selbstlos zur Verfügung. Wir können uns ihnen während eines Spazierganges behutsam und mit Achtung nähern, um sie für unsere Hausapotheke zu sammeln. Hierbei entfalten sie auch schon den ersten Teil ihrer heilenden Wirkung: sie locken uns raus in die Natur, an die frische Luft. Sie laden uns ein zur Langsamkeit, zum genauen Beobachten und Staunen. Oftmals bleibt in unserem stressigen Alltag leider keine Zeit zum selber Sammeln. In diesem Fall können pflanzliche Fertigpräparate gut helfen, die so naturbelassen wie möglich sein sollten.

In der Pflanzenheilkunde werden die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt und nicht nur vorschnell die Symptome unterdrückt. Wie sich die Pflanzenheilkunde dem menschlichen Körper nähert, ist sehr verschieden zur herkömmlichen Medizin. Dort wurde verlernt, den Menschen als Individuum zu sehen. Es kann auf Dauer nicht funktionieren den Menschen (von der Schulmedizin „Patient“ = der Erduldende genannt) pauschal mit standardisierten Fertigpräparaten abzufertigen. Das bekommen wir heute unmissverständlich gezeigt: die Zahl der Antibiotikaresistenzen nimmt stetig zu, so dass diese Mittel, die im Notfall helfen können, unwirksam werden. Auch die Zahl und v.a. die Kosten, die mit den Nebenwirkungen der Me­dikamente verbunden sind, steigt ständig an. Dabei ist zu beachten, dass in den Statistiken die meisten Nebenwirkungen gar nicht aufgeführt werden.

Die Schulmedizin hat vergessen, dass sie ihre Wurzeln in der Naturheilkunde hat. Die ersten Ärzte waren „Naturärzte“. Und viele synthetisch hergestellte Medikamente haben ihren Ur­sprung in den Pflanzen. Jetzt werden viele Wirkstoffe chemisch- synthetisch hergestellt und haben oft mehr Nebenwirkungen als Heilwirkungen. Bekanntestes Beispiel ist Aspirin (Acetylsalicylsäure). Salicin ist ein Wirkstoff in der Weide. Ende des 19. Jh. konnten Salicylsäureverbindungen synthetisch hergestellt werden. Die Geburtsstunde von Aspirin. Die vielen Nebenwirkungen des Medikamentes sind bekannt und trotzdem gehört es zu den meist verkauften Medikamenten! Heute entsteht es als Abfallprodukt bei der Farbenherstellung.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, in denen der Chemie der Vorzug vor den Pflanzen gege­ben wird. Dabei ist die Wirkung lebendiger Pflanzen wesentlich umfangreicher. Es ist ja nicht nur ein isolierter Wirkstoff, der „heilt“ sondern die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe als Ganzes. Hinzu kommt, dass unser Körper die pflanzlichen Wirkstoffe nicht als „fremd“  betrachtet, er kann sie verarbeiten, verstoffwechseln, was ihm bei den synthetischen Mittel kaum oder nur sehr schwer gelingt. Gerade bei chronischen Erkrankungen bedarf es meist tiefgehender Ansätze, als nur den Kör­per daran zu hindern ein Symptom zu zeigen. Heilpflanzen sind hier nicht nur nebenwir­kungsärmer sondern auch eine kostengünstigere Alternative für den Menschen.

Mit Pflanzen zu arbeiten bedeutet für uns sich mit der lebendigen Ordnung der Natur zu ver­binden. Wir sind alle ein Teil dieser Natur. Sie ist unser aller Mutter, denn sie ist es, die uns das Leben schenkt. Deshalb kennt sie den Menschen und dessen Bedürfnisse auch viel besser als ein industriell gefertigtes Chemieprodukt. Eine Pflanze hält für uns weit mehr bereit, als nur die stoffliche Information. Deshalb arbeiten wir in unserer Praxis vor allem mit der Pflan­zenheilkunde. Damit können wir individuell auf jeden Menschen eingehen, um ihn genau mit dem zu unterstützen, was er gerade braucht, im akuten Fall genauso wie bei chronischen Er­krankungen. Dabei unterstützen wir die Selbstheilungskräfte des Körpers und können den Menschen ganzheitlich behandeln.Und auch den gesunden Menschen unterstützen die Heil­pflanzen das ganze Jahr hindurch vital und voller Lebensenergie zu bleiben.

Wir freuen uns, wenn Sie sich mit Ihren Fragen und Wünschen an uns wenden!

Wir bieten auch Selbsthilfe-Workshops, Kräuterwanderungen und mehr zum Thema an. Mehr unter www.heilpflanzenzauber.de